Leben mit Demenz

Leben mit Demenz

DIE Demenz gibt es nicht. Unterschiedliche Formen von Demenz haben unterschiedliche Verläufe. Gemeinsam ist allen, dass eine Demenz sich auf viele Aspekte des täglichen Lebens auswirkt. Gedächtnisleistung, Antrieb und Kommunikation sind nur einige davon, auf die sich Menschen mit Demenz und deren Angehörige aber auch das soziale Umfeld neu einstellen müssen.

Neben der medizinischen Abklärung ist für ein Leben mit Demenz wichtig, sozial eingebunden zu sein und am Leben teilhaben zu können. Der Blick auf die (verbliebenen) Fähigkeiten und Ressourcen spielt dabei eine große Rolle. Diese zu stärken ist zentrales Anliegen von unterstützenden Therapien und die Fähigkeit erhaltender Rehabilitation. Beratung und Unterstützung darf nicht Halt bei den Betroffenen selbst machen. Aufgeklärte und geschulte Angehörige, die sich auf Veränderungen einstellen, tragen einen Großteil dazu bei, dass Konfliktfelder gar nicht erst auftauchen. Angehörigenschulungen bieten hierzu einen wichtigen Beitrag.


Menschen mit Demenz
"Typisch Alzheimer" wie leicht sagt sich das hin, wenn ein Wort nicht gleich einfällt, die Brille verlegt oder eine Verabredung vergessen wurde. Haben Sie bei sich Gedächtnisprobleme oder eine Störung der Wahrnehmung bemerkt? Sind Sie deshalb verunsichert? Machen Sie sich Sorgen, dass Sie selbst von Alzheimer betroffen sein könnten? Ungewissheit belastet, eine medizinische Abklärung sorgt für Klarheit. Es gibt viele Möglichkeiten der Unterstützung.

> Nutzen Sie die Möglichkeiten sich über Diagnose, Krankheitsbild und Verlauf einer Demenz zu informieren.

> Nehmen Sie Beratung in Anspruch, die Ihnen hilft individuelle Wege zu beschreiten. Neben therapeutischen und rehabilitativen Möglichkeiten spielen hier auch die Unterstützung im Alltag und der Umgang mit den Veränderungen eine wichtige Rolle.

> Nutzen Sie den Austausch mit anderen Betroffenen, der zu einem offensiven Umgang mit Demenz ermutigen kann.


Leben mit Demenz - Angehörige
Der überwiegende Teil der Menschen mit Demenz wird zu Hause unterstützt. Familienangehörige organisieren und koordinieren oft den gesamten Alltag und geben Trost, Ermutigung und intensive Zuwendung. Diesen vielfältigen Fähigkeiten und Kompetenzen pflegender Angehöriger stehen im Alltag hohe psychische und physische Belastungen gegenüber. Selbst nicht krank zu werden und eine wertvolle und erfüllte Zeit zu erleben ist eine große Herausforderung für Angehörige.

Wichtige Stützpfeiler dabei sind:

> Das Wissen über die Demenz und ihre Auswirkungen zu erweitern.

> Wege zu finden, den Blick auf die Ressourcen und nicht nur auf die Defizite zu richten.

> Unterstützung in Anspruch zu nehmen, bevor die Belastung zu groß wird.


Demenzerkrankungen und ihre Ursachen
Gelegentlich etwas zu vergessen ist ganz normal, und kommt in allen Altersgruppen vor, besonders in stressigen Situationen. "Demenz" hingegen ist der Oberbegriff für Erkrankungen, die typischerweise im höheren Alter auftreten (die Mehrzahl der Erkrankten ist 80 Jahre und älter). Erste Anzeichen sind Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit...
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Diagnose
Bei Anzeichen für eine mögliche Demenzerkrankung sollte eine ärztliche Diagnose gestellt werden, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um eine Demenz handelt, oder um eine andere Erkrankung, die möglicherweise heilbar ist. Die Diagnose ist wichtig, um eine angemessene Behandlung mit Medikamenten und nicht-medikamentösen Therapien einleiten zu können...
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Verlauf der Alzheimer-Krankheit
Der Verlauf der Alzheimer-Krankheit kann in drei Stadien gegliedert werden: leichtgradige Demenz, mittelschwere Demenz, schwere Demenz. Die Krankheit schreitet in der Regel langsam voran, wobei es allerdings erhebliche individuelle Unterschiede gibt...
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Die Behandlung der Alzheimer-Krankheit
Die Alzheimer-Krankheit kann mit Medikamenten und mit nicht-medikamentösen Therapien behandelt werden. Eine Heilung ist bislang nicht möglich, günstigenfalls kann die weitere Abnahme der Hirnleistungsfähigkeit mit Hilfe von Medikamenten (Antidementiva) und mit nicht-medikamentösen Therapien ein wenig verzögert werden...
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Entlastung für pflegende Angehörige
Die Betreuung und Pflege eines demenzkranken Familienmitglieds wird für die Pflegenden immer eine schwierige Aufgabe sein. Sie kann jedoch erleichtert werden, wenn die Beratung oder die Teilnahme an einer Schulung für Angehörige bzw. an einer Angehörigengruppe genutzt wird. Entlastung ermöglichen auch ehrenamtliche und professionelle Hilfen, z.B. Alltagsbegleiterinnen und ambulante Pflegedienste...
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"Alzheimer - Halbwahrheiten und Heilsversprechen helfen nicht weiter"

Stellungnahme der Deutschen Alzheimer Gesellschaft >

Nur wenn wir viele sind, wird man uns hören.


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